Smarana


Ich bin 1971 geboren und schon von Kindesbeinen an hat mein Vater in mir das Interesse für Spiritualität und Esoterik geweckt. Da mein Vater Psychotherapeut ist, haben wir sehr oft über das Leben, Psychologie und Spiritualität gesprochen. Wiedergeburt und Karma waren für mich immer schon etwas ganz Normales und so besuchte ich mit 14 Jahren auch schon mein erstes Rebirthing-Seminar.

Im relativ zarten Alter von 16 Jahren lernte ich den ersten großen spirituellen Lehrer kennen. 20 Jahre später vergieße ich Tränen von Freude und Dankbarkeit bei dem Gedanken, was ich in diesen Jahren an äußeren und inneren Erfahrungen machen durfte. Das Leben wurde für mich zu einem Abenteuer und täglich erforsche ich neues spirituelles Land. Ein facettenreiches und farbenfrohes Leben hat sich für mich aufgetan und es fühlt sich so an, als ob ich in einem Segelboot sitzen würde, dessen Segel voll vom Wind gebläht sind und ich auf direkten Kurs zu meinem Ziel bin. Mit Sri Chinmoy als meinem Lehrer fühle ich mich wie ein kleines Kind, das an der schützenden und begleitenden Hand des Vaters geht. Diese führende Hand war in all den 20 Jahren immer spürbar und ich habe mich immer darauf verlassen können.

Sport war für mich immer ein sehr wichtiges Thema und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass mein spirituelles Leben sehr eng mit Sport verbunden ist, speziell mit dem Laufen, so habe ich schon zahlreiche Marathons und vor allem Ultramarathons in den Beinen. Wer über seine bislang erreichten Errungenschaften hinausgeht, immer wieder seine alten Grenzen durchbricht, dem wird nie langweilig, der ist nie unglücklich, das habe ich recht bald erkannt und nach diesem Motto lebe ich auch. Ich organisiere jährlich verschiedene Sportevents in Wien, der beliebteste ist der 10 km-Donauturmlauf im August, der längste der 100 km-Lauf im Prater.

In New York findet übrigens alljährlich der längste Lauf der Welt statt: das Self-Transcendence 3.100-Meilen-Rennen (ca. 5000 km). Ich war in der glücklichen Lage, diese "Pilgerreise", wie ich es nenne, schon sieben Mal erfolgreich zu beenden oder – wie einige Freunde von mir sarkastisch sagen – "zu überleben". Yogis bezeichnen den Körper symbolisch häufig als Tempel und die Seele als Altar. Es fällt einem nicht leicht, zu meditieren, wenn der Tempel baufällig ist und andererseits ist es nicht sehr inspirierend zu meditieren, wenn der Altar schäbig ist. Nach dem Motto "mens sana in corpore sano" (ein gesunder Geist in einem gesunden Körper), kann ein gesunder Körper enorm hilfreich für die Meditation sein und ein gesunder Geist, kann dem Körper helfen.