Ramana Maharshi

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Sri Ramana Maharshi wurde 1879 in Südindien geboren und hatte schon als Jüngling ein tiefgreifendes mystisches Erlebnis, das sein weiters Leben bestimmte. Er war plötzlich von Todesangst ergriffen und fühlte, dass er sterben werde. Der junge Venkataraman, so sein Kindesname, ahmte eine Sterbeszene nach und stellte fest: „Dieser Leib ist also tot. Man wird ihn verbrennen. Aber wenn er tot ist, bin Ich dann auch tot? Ist der Körper dieses Ich? – nein, Ich ist etwas anderes. Ich bin losgelöst vom Körper. Also bin ich nicht der Körper, sondern etwas, was der Tod nicht berühren kann.“ In der Folge trat der Junge in den reinen „Ich bin“-Zustand ein, in dem keinerlei Gedanketätigkeit stattfindet und befand sich das erste Mal in Samadhi. Bald konnte er diesen Zustand so vertiefen, dass er zur Selbstverwirklichung, zum Zustand reinen und ununterbrochenen Seinsbewusstseins gefunden hatte.

Sechs Wochen nach diesem Erlebnis verließ er seine Familie und ließ sich am Fuße des heiligen südindischen Berges Arunachala nieder; er hinterließ nur einen Zettel, auf dem er die Familienangehörigen bat, sich keine Sorgen zu machen und ihm nicht nachzuforschen. Die nächsten Jahre verbrachte er mehr oder weniger in Trance. Auf der Flucht vor Nachstellungen frecher Straßenkindern zog er sich dann teilweise in den fensterlosen Keller des Arunachala-Tempels zurück, wo ihm Ungeziefer schwer zusetzte und sein Körper völlig verwahrloste. Im Geiste verblieb er aber ständig in der Glückseligkeit des „Selbst“ versunken. Später brachten ihn zwei Sadhus zu verschiedenen anderen Plätzen in der Nähe des Tempels und schließlich lebte er in Höhlen des Berges. Der junge Asket erweckte bald Aufsehen und seine friedvolle Aura zog viele Sucher an, manche blieben für immer bei ihm, später wurde sogar seine eigenen Mutter seine Schülerin. Sri Ramana Maharshi verbrachte einige Jahre in „Mauna“, also im absoluten Stillschweigen. Schließlich entstand am Fuße des Arunachala ein Ashram, der fortan seinen Namen tragen sollte. Es dauerte allerdings noch eine ganze Weile, bis sich Ramana Maharshi selbst dort niederließ. Der Meister lehrte dort hauptsächlich durch Schweigen. Am 14. April 1950 gab er nach einem schweren Krebsleiden seinen Körper mit einem strahlenden Lächeln auf. Zur gleichen Zeit zog ein Komet gut sichtbar über das Firmament. Er sagte „Man sagt, ich würde sterben. Aber ich gehe nicht fort. Wohin sollte ich gehen? Ich bin hier.“

Link: www.ramana-maharshi.org