Weisheiten

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Die Abneigung gegen den Zweifel sollte größer sein als die Abneigung gegen den Tod. Warum? Weil es der wahre Beginn deines schnell nahenden Endes ist, wenn du an dir oder an Gott zweifelst.

Das Menschliche in uns glaubt, dass wir entweder der Geringste oder der Größte sind. Wenn es sich mit dem Geringsten identifiziert, sagt es: „Ich bin nutzlos, ich bin eine Null.“ Auf diese Weise kommt das Vitale zum Vorschein und versucht, Mitgefühl zu erheischen. Doch immer, wenn ein Zweifel auftaucht und wir uns nicht als Gottes Instrument sehen, bleiben wir hinter unseren Fähigkeiten zurück. Wie oft zweifeln wir an uns, setzen uns selbst herab, richten wir uns zugrunde! In dem Moment, wo wir daran zweifeln, dass Gott in uns ist, erscheint auf dem goldenen Täfelchen unseres Herzens ein dunkler Fleck. Wenn wir uns selbst nicht lieben, ist das Antlitz der Sonne von Wolken bedeckt. Sobald wir unsere Fähigkeiten herabsetzen und an uns zweifeln, sobald wir vergessen, was wir ewig sind, befinden wir uns Millionen Meilen von der Wahrheit entfernt. Wir lieben uns nur, wenn wir fühlen, dass wir etwas erreicht haben oder wenn wir fühlen, dass wir morgen oder übermorgen etwas Bedeutendes tun werden. So ist das Menschliche in uns.

" Was nützen mir meine Errungenschaften, wenn ich mich davor fürchte, dass mich morgen jemand übertreffen wird? "
-Sri Chinmoy