Wenn du Fortschritt machen willst, denke nur an das Glücklichsein deines Herzens und wie du in deinem ganzen Wesen dauerhaft glücklich sein kannst.
Kanala
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Kanala ist das zweitälteste Mitglied der Gruppe und musikalisch wie spirituell eine der Säulen des Ensembles. Er ist 1957 geboren und damit der älteste unter den Musikern. Neben seinem Engagement in der Gruppe arbeitet der Vater einer erwachsenen Tochter auch als Mittelschullehrer. 1990 begann er täglich und mit großer Zielstrebigkeit zu meditieren. Für die Mitglieder des Ensembles Arthada & Friends ist es übrigens selbstverständlich, ein mehr oder weniger diszipliniertes spirituelles Leben mit täglicher Meditation zu führen, denn die Gruppe spielt exklusiv Meditationsmusik und ein friedliches, meditatives Bewusstsein ist die Voraussetzung dafür. Seit über 30 Jahren spielt Kanala schon Gitarre, wobei er ursprünglich von John McLaughlin (Gruppe Shakti)) sehr inspiriert wurde. Die Überraschung bei Kanala war groß, als er viele Jahre später ein Foto seines spirituellen Lehrers auf dem Cover von John McLaughlins Platte "Love Devotion Surrender" (Mahavishnu Orchestra) fand. Sein musikalisches Vorbild hatte beim gleichen Lehmeister spirituellen Unterricht genommen.
Kanala sog die Musik quasi schon mit der Muttermilch auf, denn sein Vater war Kapellmeister und so war von frühester Kindheit an Musik sein ständiger Begleiter. Er erhielt zwar nie formalen Musikunterricht, das Notenlesen ist selbst heute noch nicht seines, aber das war auch nicht nötig, denn er hatte den Genius, einfach das zu spielen, was er hörte. Das ist übrigens ganz die indische Methode. Dort spielt der Lehrer (Guru) etwas vor und die Schüler spielen nach. Und auf ebensolche Weise hat sich Kanala autodidakt das Sitarspielen beigebracht. Er hörte sich einfach indische Sitarplatten an (sein bevorzugter Sitarvirtuose ist der verstorbene Meister Nikhil Banerjee) und spielte es einfach nach. Im Laufe der Jahre hat Kanala seinen ganz eigenen Stil entwickelt, der schwer zu beschreiben ist: Jedenfalls hört man bei seinem Sitarspiel westliche wie östliche Einflüssen bzw. Elemente heraus. Kanala begann vor Jahren, Solokonzerte mit seiner Sitar zu geben, wobei er inzwischen im Salzburger "Heart of Joy"-Kaffeehaus als Stammgast gilt. Dort gibt es also nicht nur fantastische vegetarische Happen, sondern auch immer wieder einmal Live-Musik. Es verschlug ihn aber auch schon nach Mazedonien, Bulgarien und in andere Länder.
Kanala spielt Konzertgitarre, doppelseitige Stahlsaitengitarre, Portugisische Gitarre und Sitar. Die Sitar wurde von ihm über die Jahre immer wieder umgebaut, wobei der Musiker aufgrund seiner handwerklichen Begabung (abgeschlossenes Studium auf der Kunstakademie) genau jene Schliffe durchführen konnte, die ihr den unnachahmlichen, ausgesprochen obertonreichen Klang verliehen, den sie heute besitzt. Wer die CDs von Arthada & Friends chronologisch anhört, wird den zunehmend verbesserten Sound dieses indischen Instrumentes bemerken. Am besten klingt sie seit Mitte 2007, also auf der CD, die gerade beim Abmischen ist. Er zählte aufgrund seiner musikalischen, handwerklichen und spirituellen Begabung zu dem kleinen Kreis jener Personen, die für einen der ganz großen authentischen und zeitgenössischen Meister die Instrumente auf Vordermann bringen durfte. Bei dieser Arbeit entwickelte er neue Methoden (zum Beispiel spielt er heute auf einem von ihm entwickelten Djovari-Steg, der aus Graphit statt Knochen besteht). Wer seine Sitar genau studiert, dem wird vielleicht auch auffallen, dass der kleine Klangkörper am Hals, der üblicher Weise aus einem Kürbis besteht, bei seiner Sitar eine tellerförmige Gestalt annahm. Man munkelt, durch die satelittenförmige Schüssel versuche er die kosmische Schwingung einzufangen. Kanala selbst jedoch behauptet, diese Form in Kombination mit dem eingesetzten Material verleihe der Sitar einen obertonreicheren Klang.
Kanalas beste Eigenschaften: spirituell unbeirrbar geradlinig und konsequent, musikalisch ausgesprochen talentiert und voller Spontanität und Virtuosität beim Improvisieren (in der indischen Musik wird generell sehr viel improvisiert).


