Die Sarangi (weitere Instrumente siehe linke Leiste)

Die Sarangi ist ein indisches Streichinstrument, das aus drei bis vier Spielsaiten besteht und über eine große Zahl (ca. 40) von Resonanzsaiten verfügt, die über einem ausgehöhlten Holzkörper und einem darüber gespannten Fell gespannt sind. Üblicher Weise wird sie mit den Fingernägeln bzw. der Haut oberhalb der Fingernägeln der linken Hand gespielt bzw. gegriffen und verfügt über keine Bünde. Selbst in Indien spielt kaum mehr jemand Sarangi, da es nur sehr wenige Instrumente gibt, die so schwierig zu spielen sind. So wird diese indische Geige zunehmend durch das einfach zu spielende Harmonium verdrängt, das auch über einen sehr schönen Klang verfügt, aber eine völlig andere Klangcharakteristik als die Sarangi aufweist. "Sarangi" heißt übersetzt "die Hundertklängige" und es wird ihr nachgesagt, dass sie der menschlichen Stimme näher als jedes andere Instrument kommt. Es ist ihr ein sehr eindringlicher, oft "schreiender" Klang eigen, andere sprechen von einem etwas scharfen, leicht näselnden Ton. Die drei - vier Spielsaiten sind aus Darm, die übrigen Saiten, die nur zur Verbesserung der Resonanz dienen, aus Stahl. Wie die meisten Instrumente, die im Ensemble Arthada & Friends zum Einsatz kommen, wurde auch Arthadas Sarangi in vielfacher und zeitaufreibender Arbeit umgestaltet, um es den Ansprüchen des Musikers gerecht werden zu lassen. Die hier zum Einsatz kommende Sarangi unterscheidet sich daher in vielfacher Hinsicht von den Originalsarangis in Indien; zusätzlich dazu ist sie etwa ein Drittel größer (den ursprünglichen Korpus haben wir in Indien in Auftrag gegeben, die Umarbeiten führten wir hier in Wien durch). Um die Umarbeiten an den indischen Instrumenten ein wenig besser zu veranschaulichen, zeigen wir euch ein paar Bilder, die während der Arbeiten entstanden. Kanala verpasste dem Instrument 3 Jovaris (Stege, die "Lebensspender" genannt werden und für die Klangmodulation wichtig sind) und Roland instalierte unter anderem ein Griffbrett mit Bünden sowie zahlreiche Mechaniken.

Die Sarangi wird adaptiert

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